55 Ex-Diplomaten schockiert über «Schweigen» der Schweiz zu Gaza
55 ehemalige Diplomaten haben sich in einem gemeinsamen Schreiben schockiert gezeigt über «das Schweigen und die Passivität» der Schweiz zu den Kriegsverbrechen Israels in Gaza. Sie fordern sofortige Massnahmen gegen das Land.
SRF News: Welche Bedeutung hat dieser Appell?
Laurent Goetschel: Ich sehe das nicht als Misstrauensvotum. Ich sehe das jedoch als tiefer Ausdruck von Sorge. Besorgnis über das, was vor Ort geschieht und dass die Schweiz relativ stumm ist.
Erachten Sie die Forderungen als berechtigt?
Insgesamt finde ich die Richtung der Forderungen durchaus berechtigt. Über Einzelheiten kann man sich immer streiten. Aber die Tatsache, dass unter humanitären Gesichtspunkten zurzeit in Gaza Grauenhaftes geschieht und dass die Schweiz sich dazu verhalten gibt beziehungsweise als Depositarstaat der Genfer Konvention etwas sagen sollte, erachte ich als mehr als berechtigt.
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Schweizer Verantwortung für den Schutz des Völkerrechts in Gaza: Dringender Appell
Angesichts der katastrophalen humanitären Lage in Gaza rufen zahlreiche NGOs, Hilfswerke, Expert:innen für Völkerrecht und weitere namhafte Persönlichkeiten aus Diplomatie, Wissenschaft und Kultur die Schweiz in einem dringenden Appell zum Handeln auf.
Unterstützung für den «Gaza Peace Plan»
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 26. November 2025 konkrete Massnahmen zur Unterstützung für den von USA vorgelegten «Gaza Peace Plan for peace in the Middle East» beschlossen. Die Schweiz stellt insgesamt 23 Millionen Franken für die humanitäre Hilfe in Gaza bereit, insbesondere für notleidende Kinder. Zudem sollen die palästinensischen Institutionen gestärkt und die regionale Stabilität gefördert werden. Mit diesem zusätzlichen Beitrag zu den 127 Millionen Franken, die seit Oktober 2023 bereitgestellt wurden, erhöht sich die humanitäre Unterstützung der Schweiz auf insgesamt 150 Millionen Franken.
Le Conseil de sécurité de l'ONU vote pour une force internationale à Gaza
Le Conseil de sécurité de l'ONU a voté lundi pour le plan de paix de Donald Trump à Gaza, prévoyant en particulier le déploiement d'une force internationale, sous la pression des Etats-Unis qui mettaient en garde contre le risque d'une reprise de la guerre.