Alt Bundesrätinnen fordern Bundesrat zum Handeln in Gaza auf
In einem offenen Brief appellieren ehemalige Bundesrätinnen, bekannte Kulturschaffende und Vertreter der Zivilgesellschaft an die humanitäre Verantwortung.
Das Wichtigste in Kürze
- 15 schweizerische Organisationen fordern in einem Brief den Bundesrat zum Handeln auf.
- Zu den Unterzeichnenden gehören auch Alt-Bundesrätinnen Dreifuss und Calmy-Rey.
Bundesrat Ignazio Cassis (64, FDP) und sein Aussendepartement (EDA) haben sich bisher eher vorsichtig durch den Nahost-Konflikt navigiert. Cassis hatte letzte Woche vor einer Hungersnot im Gazastreifen gewarnt.
Trotzdem wächst die Kritik an der zögerlichen Position des Bundesrats: 15 schweizerische Organisationen appellieren in einem offenen Brief an das humanitäre Gewissen der Schweiz.
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Jahresbericht des Vereins 2025
Jahresbericht des Vereins «Swiss-Humanity Initiative» für das Gründungsjahr 2024 und das Jahr 2025 (in Französisch)
UNRWA Situation Report #205 on the Humanitarian Crisis in the Gaza Strip and the occupied West Bank, including East Jerusalem
Die UNRWA berichtet, dass trotz eines Waffenstillstands die militärischen Aktivitäten im Gazastreifen wieder stark zunehmen und zahlreiche zivile Einrichtungen, darunter mehrere UNRWA‑Schulen, zerstört wurden. Hunderttausende Menschen leben in überflutungsgefährdeten Gebieten, und winterliche Bedingungen haben bereits zu Todesfällen unter Kindern geführt. Die Gesundheitsversorgung ist weitgehend zusammengebrochen, und nur wenige Kliniken funktionieren noch teilweise. In Ostjerusalem drangen israelische Kräfte in das UNRWA‑Gelände ein und zerstörten Gebäude, was von der UN‑Führung scharf verurteilt wurde. Auch im Westjordanland verschärft sich die Lage, mit zunehmender Gewalt, Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und Angriffen auf UNRWA‑Infrastruktur.