Gaza stirbt – und die Schweiz schaut zu
Seit bald zwei Jahren verüben die israelische Armee und Regierung vor aller Augen Kriegsverbrechen um Kriegsverbrechen. Es ist höchste Zeit, dass sich Bundesrat und Parlament für die Menschen in Gaza und die Durchsetzung des Völkerrechts einsetzen. Mit Taten, nicht mit leeren Worten.
Im jüdischen Kalender befinden wir uns gerade zwischen Rosch ha-Schana, dem neuen Jahr, und Jom Kippur, dem Versöhnungstag. Im Übergang vom alten zum neuen Jahr sind wir dazu aufgerufen, unsere Handlungen und Haltungen zu hinterfragen.
Wir sind dazu angehalten, Verantwortung zu übernehmen für das Leid, das wir verursacht haben, und einen Pfad einzuschlagen, der uns hilft, uns in Zukunft besser zu verhalten. Das neue Jahr birgt somit das Potenzial für Versöhnung und Neuanfang: individuell wie auch kollektiv.
Weitere Neuigkeiten

Schweizer Verantwortung für den Schutz des Völkerrechts in Gaza: Dringender Appell
Angesichts der katastrophalen humanitären Lage in Gaza rufen zahlreiche NGOs, Hilfswerke, Expert:innen für Völkerrecht und weitere namhafte Persönlichkeiten aus Diplomatie, Wissenschaft und Kultur die Schweiz in einem dringenden Appell zum Handeln auf.
Jahresbericht des Vereins 2025
Jahresbericht des Vereins «Swiss-Humanity Initiative» für das Gründungsjahr 2024 und das Jahr 2025 (in Französisch)
UNRWA Situation Report #205 on the Humanitarian Crisis in the Gaza Strip and the occupied West Bank, including East Jerusalem
Die UNRWA berichtet, dass trotz eines Waffenstillstands die militärischen Aktivitäten im Gazastreifen wieder stark zunehmen und zahlreiche zivile Einrichtungen, darunter mehrere UNRWA‑Schulen, zerstört wurden. Hunderttausende Menschen leben in überflutungsgefährdeten Gebieten, und winterliche Bedingungen haben bereits zu Todesfällen unter Kindern geführt. Die Gesundheitsversorgung ist weitgehend zusammengebrochen, und nur wenige Kliniken funktionieren noch teilweise. In Ostjerusalem drangen israelische Kräfte in das UNRWA‑Gelände ein und zerstörten Gebäude, was von der UN‑Führung scharf verurteilt wurde. Auch im Westjordanland verschärft sich die Lage, mit zunehmender Gewalt, Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und Angriffen auf UNRWA‑Infrastruktur.