Israels Armee führt Journalisten ins Versteck des Hamas-Anführers
Im Tunnel unterhalb des europäischen Spitals in Khan Younis habe sich ein Hamas-Hauptquartier befunden, sagt die Armee. Und rechtfertigt damit den brutalen Angriff, der die Klinik zerstörte.
In Kürze:
- Journalisten werden äusserst selten in den fast völlig zerstörten Gazastreifen gelassen.
- Nun hat Israels Armee einige Medien in den Tunnel unter dem im Juni angegriffenen Spital von Khan Younis geführt.
- Der Augenschein vor Ort zeigt: Die Zerstörung ist grenzenlos.
In dem Tunnel, in dem Mohammed Sinwar gestorben sein soll, ist es warm und riecht süsslich nach Fäule. Fliegen schwirren umher. Der enge Gang führt zu einem Raum, in dem Matratzen und Decken auf dem Boden liegen, verschmiert mit dunkler Flüssigkeit. Hinten steht ein kleiner Plastikhocker.
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Angesichts der katastrophalen humanitären Lage in Gaza rufen zahlreiche NGOs, Hilfswerke, Expert:innen für Völkerrecht und weitere namhafte Persönlichkeiten aus Diplomatie, Wissenschaft und Kultur die Schweiz in einem dringenden Appell zum Handeln auf.
Jahresbericht des Vereins 2025
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UNRWA Situation Report #205 on the Humanitarian Crisis in the Gaza Strip and the occupied West Bank, including East Jerusalem
Die UNRWA berichtet, dass trotz eines Waffenstillstands die militärischen Aktivitäten im Gazastreifen wieder stark zunehmen und zahlreiche zivile Einrichtungen, darunter mehrere UNRWA‑Schulen, zerstört wurden. Hunderttausende Menschen leben in überflutungsgefährdeten Gebieten, und winterliche Bedingungen haben bereits zu Todesfällen unter Kindern geführt. Die Gesundheitsversorgung ist weitgehend zusammengebrochen, und nur wenige Kliniken funktionieren noch teilweise. In Ostjerusalem drangen israelische Kräfte in das UNRWA‑Gelände ein und zerstörten Gebäude, was von der UN‑Führung scharf verurteilt wurde. Auch im Westjordanland verschärft sich die Lage, mit zunehmender Gewalt, Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und Angriffen auf UNRWA‑Infrastruktur.