Kampfpanzer ohne Antrieb – verzögert das deutsche Waffenembargo die israelische Bodenoffensive in Gaza?
Ein israelischer Medienbericht lässt den Schluss zu, dass das deutsche Exportverbot für Rüstungsgüter erhebliche Folgen für das militärische Vorgehen gegen die Hamas haben könnte. Es geht vor allem um Bauteile für Motoren und Getriebe des Merkava-Panzers.
Das deutsche Waffenembargo hat für Israel möglicherweise ernsthaftere Folgen als bisher vermutet. Diesen Schluss lässt ein Bericht der israelischen Tageszeitung «Haaretz» zu. Laut diesem könnte das Embargo die geplante Offensive in Gaza verzögern oder erschweren. Das liegt «Haaretz» gemäss nicht zuletzt daran, dass der israelische Kampfpanzer Merkava mit Bauteilen aus Deutschland gefertigt ist. Auch aus israelischen Diplomatenkreisen in Berlin waren am Dienstag ähnliche Äusserungen zu vernehmen.
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UNRWA Situation Report #205 on the Humanitarian Crisis in the Gaza Strip and the occupied West Bank, including East Jerusalem
Die UNRWA berichtet, dass trotz eines Waffenstillstands die militärischen Aktivitäten im Gazastreifen wieder stark zunehmen und zahlreiche zivile Einrichtungen, darunter mehrere UNRWA‑Schulen, zerstört wurden. Hunderttausende Menschen leben in überflutungsgefährdeten Gebieten, und winterliche Bedingungen haben bereits zu Todesfällen unter Kindern geführt. Die Gesundheitsversorgung ist weitgehend zusammengebrochen, und nur wenige Kliniken funktionieren noch teilweise. In Ostjerusalem drangen israelische Kräfte in das UNRWA‑Gelände ein und zerstörten Gebäude, was von der UN‑Führung scharf verurteilt wurde. Auch im Westjordanland verschärft sich die Lage, mit zunehmender Gewalt, Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und Angriffen auf UNRWA‑Infrastruktur.