28.07.2025

Netanyahus Schweizer Kreuzritter

Wie evangelikale Christen im Verbund mit der Rechten für die Interessen der israelischen Regierung lobbyieren.

Netanyahus Schweizer Kreuzritter

Die Erklärung, welche die Aussen­minister von 30 Ländern letzte Woche unterzeichnet haben, ist in erster Linie symbolischer Natur. Sie verzichtet darauf, Israel explizit für begangene Kriegs­verbrechen zu verurteilen, und kündigt auch keine konkreten Sanktionen an, falls das Land weiter Völker­recht bricht.

Aber sie ist bestimmt im Ton: «Das Modell der israelischen Regierung zur Bereit­stellung von Hilfs­gütern ist gefährlich, schürt Instabilität und beraubt die Bewohnerinnen und Bewohner Gazas ihrer Menschen­würde», heisst es darin. Und: «Die Verweigerung lebens­wichtiger humanitärer Hilfe für die Zivil­bevölkerung durch die israelische Regierung ist inakzeptabel.» Als «völlig inakzeptabel» werden in der Erklärung die Vorschläge bezeichnet, die palästinensische Bevölkerung in eine sogenannte «humanitäre Stadt» umzusiedeln: «Die dauerhafte Vertreibung von Menschen ist ein Verstoss gegen das humanitäre Völkerrecht.»

Deshalb ist es bemerkenswert, dass der Schweizer Aussen­minister diese Erklärung unter­schrieben hat.

Weitere Neuigkeiten

Schweizer Verantwortung für den Schutz des Völkerrechts in Gaza: Dringender Appell

27.05.2025

Aktivitäten

Schweizer Verantwortung für den Schutz des Völkerrechts in Gaza: Dringender Appell

Angesichts der katastrophalen humanitären Lage in Gaza rufen zahlreiche NGOs, Hilfswerke, Expert:innen für Völkerrecht und weitere namhafte Persönlichkeiten aus Diplomatie, Wissenschaft und Kultur die Schweiz in einem dringenden Appell zum Handeln auf.

Schweizer Verantwortung für den Schutz des Völkerrechts in Gaza: Dringender Appell
Studie «Sicherheit 2026»: Wunsch nach einer starken Armee und mehr sicherheitspolitischer Kooperation

26.05.2026

Medienspiegel

Studie «Sicherheit 2026»: Wunsch nach einer starken Armee und mehr sicherheitspolitischer Kooperation

Schweizerinnen und Schweizer beurteilen die weltpolitische Lage sowie die Zukunft der Schweiz 2026 noch pessimistischer als 2025. Gleichzeitig ist der Anteil derjenigen, welche die Verteidigungsausgaben als zu tief bewerten, so hoch wie noch nie seit Messbeginn 1986. Die Schweizer Armee wird positiv bewertet und eine NATO-Annäherung ist mehrheitsfähig. Dies zeigt die Studie «Sicherheit 2026», die von der Militärakademie (MILAK) an der ETH Zürich und dem Center for Security Studies (CSS) der ETH Zürich herausgegeben wird.

Studie «Sicherheit 2026»: Wunsch nach einer starken Armee und mehr sicherheitspolitischer Kooperation
Die Schweiz stellt 13,5 Millionen Franken für den Nahen und Mittleren Osten bereit

21.05.2026

Medienspiegel

Die Schweiz stellt 13,5 Millionen Franken für den Nahen und Mittleren Osten bereit

Aufgrund des Konflikts zwischen Israel, den USA und dem Iran hat sich die humanitäre Lage im Nahen und Mittleren Osten verschärft. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stellt daher 13,5 Millionen Franken für die humanitäre Hilfe im Iran, im Libanon, in Syrien, im Jemen und in Afghanistan bereit.

Die Schweiz stellt 13,5 Millionen Franken für den Nahen und Mittleren Osten bereit