Wie über Gaza reden? Das Dilemma der Schweizer Jüdinnen und Juden
Micheline Calmy-Rey und Ruth Dreifuss fordern vom Bundesrat schärfere Kritik an der Regierung Netanyahu. Derweil sind sich Jüdinnen und Juden uneins, ob man Stellung beziehen soll oder nicht.
Offenbar hat sich Ignazio Cassis bemüssigt gefühlt, noch einmal Stellung zur Krise in Gaza zu nehmen. Bereits letzte Woche bewilligte der Bundesrat 10 Millionen Franken für die humanitäre Hilfe im besetzten palästinensischen Gebiet. Ausserdem erinnerte der Aussenminister in einer Stellungnahme an die humanitäre Pflicht Israels. Die Besatzungsmacht müsse die Versorgung der Bevölkerung sicherstellen, «und zwar unparteiisch und ohne Diskriminierung».
Weitere Neuigkeiten

Schweizer Verantwortung für den Schutz des Völkerrechts in Gaza: Dringender Appell
Angesichts der katastrophalen humanitären Lage in Gaza rufen zahlreiche NGOs, Hilfswerke, Expert:innen für Völkerrecht und weitere namhafte Persönlichkeiten aus Diplomatie, Wissenschaft und Kultur die Schweiz in einem dringenden Appell zum Handeln auf.
Jahresbericht des Vereins 2025
Jahresbericht des Vereins «Swiss-Humanity Initiative» für das Gründungsjahr 2024 und das Jahr 2025 (in Französisch)
UNRWA Situation Report #205 on the Humanitarian Crisis in the Gaza Strip and the occupied West Bank, including East Jerusalem
Die UNRWA berichtet, dass trotz eines Waffenstillstands die militärischen Aktivitäten im Gazastreifen wieder stark zunehmen und zahlreiche zivile Einrichtungen, darunter mehrere UNRWA‑Schulen, zerstört wurden. Hunderttausende Menschen leben in überflutungsgefährdeten Gebieten, und winterliche Bedingungen haben bereits zu Todesfällen unter Kindern geführt. Die Gesundheitsversorgung ist weitgehend zusammengebrochen, und nur wenige Kliniken funktionieren noch teilweise. In Ostjerusalem drangen israelische Kräfte in das UNRWA‑Gelände ein und zerstörten Gebäude, was von der UN‑Führung scharf verurteilt wurde. Auch im Westjordanland verschärft sich die Lage, mit zunehmender Gewalt, Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und Angriffen auf UNRWA‑Infrastruktur.